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Schlafes Bruder - Hypnose als Heiltradition des Asklepios

  • Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke 10 Katharina-von-Bora-Straße München, BY, 80333 Germany (map)

Die antiken Hochkulturen Ägyptens über den Mittelmeerraum bis in den keltischen- germanischen Bereich waren in ihren Heiltraditionen und in ihrem philosophisch-spirituellen Gedankengut miteinander vertraut. Eine bedeutende Form des Heilungsrituals war die Inkuba- tion – Heilschlaf oder auch Tempelschlaf genannt, die Pythagoras aus Anatolien in den Mittelmeerraum brachte. Der englische Historiker Peter Kingsley entdeckte, dass die apollini- schen Priester heilende Meditationen anwandten um Menschen in diesen Heilschlaf oder Trancezustand zu führen. Diese sog. „Arztpriester” waren Heiler und Weissager und verbanden Heilung mit dem Wissen über tiefere mentale Ebenen. Sie führten also über Trance/Hypnose in die Dunkelheit (das Unbewusste) und zum Licht (der Erkenntnis). Heilung wurde dabei verstanden als Weg zur spirituellen Sinngebung des Lebens.

In diesem Workshop erfahren Sie die theoretischen Hintergründe antiker Heiltraditionen, wie diese die letzten Jahrtausende teilweise unscheinbar in unserer Kultur fortbestanden und vor allem heute zunehmend wieder an Bedeutung für Medizin und Psychotherapie erlangen.
In einem anschließenden Heilschlaf (Hypnose) führt Sie Dr. Marc Betz in eine angenehm tiefe Trance nach antiker Tradition, um den Zugang zum eigenen inneren Unbewussten und den eigenen Selbstheilungstendenzen zu erlangen.

Dr. Marc Betz ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und erfahrener Hypnotherapeut für Kinder und Erwachsene in eigener hypnotherapeutischer Praxis in Freiburg. Zudem Dozent am Zentrum für Angewandte Hypnose in München, Saarlouis und Mainz.

Wegen des großen Erfolges im Januar 2016 führen wir die Workshops zum antiken Heilschlaf in loser Folge fort. Dabei werden wir sukzessive die Tempelstätte und das Heilschlaf-Ritual rekonstruieren.

Dr. Marc Betz & Dr. Ingeborg Kader


Teilnahmegebühr 50,-€ (max. 15 Plätze) Anmeldung über mfa@lrz.uni-muenchen.de